Operative Möglichkeiten

Nachbehandlung

Durch eine Operation, egal ob Magenband, Magenbypass oder Schlauchmagen ist die Erkrankung jedoch nicht geheilt.

 

In der Vorbereitung zur Operation ist deshalb eine gute Vorsorge innerhalb unserer 4 Schwerpunkte (Ernährungstherapie, Verhaltenstherapie, Bewegungstherapie und Gruppentherapie) notwendig, um den Behandlungsverlauf nach der OP dauerhaft positiv zu gestalten. Jede Operation erfordert eine Anpassung der Ernährungsweise, um langfristig ein gutes Ergebnis zu erzielen.

 

In Abhängigkeit vom OP-Verfahren und der individuellen Situation werden regelmäßige Laborkontrollen durchgeführt. Die körperliche Untersuchung und eventuell eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane (Gallenblase) sind Bestandteil der Nachsorge.

 

Im Gespräch mit dem Patienten wird der Verlauf beurteilt, eventuelle Beschwerden werden erfasst und die Begleitkrankheiten mitbeurteilt.

Die Bedeutung einer sorgfältigen Supplementation (Einnahme von Mineralstoff- und Vitamintabletten) ist für den Verlauf und die Verhinderung von Mangelkrankheiten groß, abhängig vom OP-Verfahren und der individuellen Ernährungssituation werden die entsprechenden Präparate verordnet.

 

Eine Schlüsselrolle haben wiederum die Diätassistenten. Nach dem langsamen Kostaufbau innerhalb von wenigen Wochen postoperativ, zielt die Ernährungstherapie auf eine ausgewogene und genussreiche Ernährung. Die Ernährungstherapie wird im ersten Jahr nach der OP intensiver sein als dann in der Folge, eine Ernährungsberatung alle vier bis sechs Wochen ist meist ausreichend.

 

Jeder Betroffene ist für seine Versorgungssituation aber auch selbst verantwortlich und wird somit das langfristige Ergebnis der Behandlung mitentscheiden. Das betrifft die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, Supplementeinnahmen und Mitarbeit in der Therapie.

 

Nachsorge

 

Magenband

 

Nachuntersuchungen finden zwei und sechs Wochen, drei Monate, sechs Monate neun Monate sowie 12 Monate nach der Operation statt. Alle weiteren Kontrolluntersuchungen sollten dann einmal jährlich im Adipositaszentrum stattfinden. Treten akute Probleme auf, insbesondere Erbrechen und plötzlich einsetzende Oberbauchschmerzen sollten Patienten sofort Kontakt mit uns aufnehmen.

 

Bitte lassen Sie regelmäßig Blutuntersuchungen durchführen. Bestimmt werden sollte das Blutbild, Eisen, Vitamin B 12 und CRP. Die Ergebnisse bringen Sie dann zu Ihrem nächsten Termin in die Adipositasprechstunde mit.

 

Eine spezielle Medikamenteneinnahme ist nach der Magenbandoperation nicht notwendig. Empfohlen wird jedoch die Einnahme von Mulitvitamin- und Multimineralpräparaten. Außerdem sollten Sie in den ersten 14 Tagen nach der Operation Potonenpumoenhemmer zum Schutz der Magenschleimhaut einnehmen. 

 

Schlauchmagen

 

Nachuntersuchungen finden zwei und sechs Wochen, drei Monate, sechs Monate, 12 Monate, 18 Monate und 24 Monate nach der Operation statt. Weitere Kontrolluntersuchungen sollten danach einmal im Jahr durchgeführt werden.

 

Bei akuten Problemen ist kurzfristig der Kontakt mit dem Adipositaszentrum notwendig.

 

Erfragt werden zunächst das allgemeine Wohlbefinden und mögliche postoperative Probleme. Besprochen wird, ob die Eßgewohnheiten sowie das Ausmaß an Bewegung erfolgreich an die neue Situation angepasst werden konnten und in welchem Umfang die Gewichtsreduktion eingetreten ist.

 

Bitte lassen Sie von Ihrem Hausarzt Blutuntersuchungen zur Bestimmung von Blutbild, Eisen, CRP sowie Vitamin B 12, Folsäure und Vitamin D 3 zu den Untersuchungsterminen durchführen und bringen Sie die Ergebnisse mit.

 

Empfohlen wird die Einnahme von Multivitamin- und Multimineralmedikamenten. Auch die Einnahme von Magenschutzpräparaten wie Protronenpumpenhemmer ist für drei Monate nach der Operation zu befürworten. Medikamente, die die Magenschleimhaut schädigen können, sollten nach Möglichkeit nicht eingenommen oder reduziert werden (z.B. Aspirin, ASS, Cortison).

 

Magenbypass

 

Nachuntersuchungen finden zwei und sechs Wochen, drei Monate, sechs Monate sowie 12 Monate nach der Operation statt. Alle weiteren Kontrolluntersuchungen sollten dann einmal jährlich stattfinden.

 

Erfragt werden zunächst das allgemeine Wohlbefinden und mögliche postoperative Probleme. Besprochen wird, ob die Eßgewohnheiten sowie das Ausmaß an Bewegung erfolgreich an die neue Situation angepasst werden konnten und in welchem Umfang die Gewichtsreduktion eingetreten ist.

 

Bei akuten Problemen, insbesondere Oberbauchschmerzen und Erbrechen sollte sich der Patient kurzfristig mit der Adipositassprechstunde in Verbindung setzen.

 

Bitte lassen Sie Laborwerte wie Blutbild, Eisen, Kalzium, Vit. B 12 , Folsäure Parathormon und Vit. D 3 durchführen und bringen Sie die Ergebnisse in die Sprechstunde mit.

 

Nach der Operation wird die Einnahme von Multivitamin- und Multimineralpräparaten sowie alle vier Monate die Gabe von Vit. B 12 intramuskulär und zusätzlich die Einnahme von Magenschutzpräparaten, z.B. Pantoprazol, empfohlen. Eingenommen werden sollte ein Kalziumpräparat ggf. auch zusätzlich Eisen.

 

Nach Magenbypassoperationen besteht eine erhöhte Fruchtbarkeit. Eine Schwangerschaft sollte in den ersten 18 Monaten nach der Operation allerdings vermieden werden.

 

Vorsicht ist geboten bei der Einnahme von Medikamente, die die Magenschleimhaut schädigen, z. B. Aspirin oder Cortison. Diese sollte nach Möglichkeit nicht eingenommen werden.