Konzepte

Adipositas-Gruppe

Die zweite Therapiephase beginnt nach der erfolgten medizinischen Behandlung mit unserer Gruppentherapie.
In der verhaltensmedizinisch orientierten Gruppentherapie sollen neben der grundlegenden Einzeltherapie die psychologischen Funktionen des Essverhaltens und die soziokulturellen Regeln beleuchtet und konkret beim Einzelnen gemeinschaftlich in der Gruppe verstanden und analysiert werden. Neben einem Verständnis für die Entstehung und Aufrechterhaltung des eigenen Problemverhaltens sollen übergewichtige Menschen vor allen Dingen sich selbst wieder als erfolgreich bzw. selbstwirksam handelnd erleben können.

 

Ein kleiner Einblick

 

Im Zentrum unserer Gruppengespräche stehen u.a. folgende Themen:

 

  • Erarbeitung einer realistischen und sinnvollen Zielsetzung:
    Langfristige Ziele: Gewichtsreduktion und/ oder –stabilisierung in einem bestimmten Zeitraum
    Kurzfristige Ziele: Verhaltens-, Bewegungs- und Ernährungsveränderungen
  • Gesundheitsinformationen: Vermittlung von Informationen zu Ursachen und Zusammenhängen des Übergewichts und möglicher gesundheitlicher Folgen
  • Ernährungsberatung: In der Ernährungsberatung werden Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung und günstiges Essverhalten theoretisch - aber vor allem in praktischen Übungen - erlernt. Häufig sind die Patienten überrascht, wie sie ein günstigeres Ernährungsverhalten auch ohne rigide Diäten erzielen könnten. Dies muss in den praktischen Alltag des Patienten angepasst werden, da nur so eine längerfristige Einhaltung der Ernährungsempfehlungen zu erwarten ist.
  • Genusstraining: Jeder einzelnen Sinnesqualität (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken) wird gezielt Aufmerksamkeit gewidmet und damit der bewussten Wahrnehmung zugänglich gemacht. Schwerpunkt ist das gesunde genießen.
  • Problemlösetraining: Dabei gilt das Prinzip der kleinen Schritte, d.h. es sollten zunächst realistische Zwischenziele für Veränderungen in Angriff genommen werden.
  • Entspannungstraining: Das Training der Entspannungsfähigkeit erfolgt durch die Durchführung verschiedener Entspannungsverfahren, wie z.B. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training

 

Der Erfahrungsaustausch und die Erarbeitung der Therapieschritte innerhalb der Gruppe bilden eine positive Unterstützung im Verlauf der Nachbetreuung.